ANFORDERUNGEN UND KONZEPTION
Die einmalige Gelegenheit in unmittelbarer Nähe zum Kunsthaus Räumlichkeiten zu mieten, gab den Ausschlag für die in Wien ansässige Galerie nächst St. Stephan – Rosemarie Schwarzwälder eine langersehnte Dépendence im Herzen Zürichs zu eröffnen.
Die denkmalgeschützten Räume mit den dunklen Wandvertäfelungen eigneten sich aber kaum, um grossformatige Kunstwerke ansprechend präsentieren zu können. Auch der Wunsch, mehrere Wechselausstellungen jährlich zu zeigen, forderte eine einfache und praktikable Lösung, die zudem vollkommen rückbaubar - ohne Beschädigungen der historischen Bausubstanz – sein musste. Fehlende Lagermöglichkeiten und die Weiternutzung eines bestehenden Wandschranks führten zu zwei winkel-förmigen Einbauten entlang der Wände. Diese selbsttragenden Holzkonstruktionen spannen zwischen Boden und Decke und nehmen Schrankzugang, Heizkörper und Garderobe auf. Ein "Schenkel" der winkelförmigen Einbauten ist als mobiles Element in Form einer riesigen Drehtüre konzipiert und lässt sich mit einem Rollmechanismus aufschieben. Die dahinterliegende Raumschicht dient dem Schrankzugang und bietet Platz für ein temporäres Bilderlager bei Bedarf.
Eine neue Beleuchtung mit einem flexiblen Schienensystem sorgt für die nötige Ausleuchtung der Werke.
Kunstwerk: Herbert Brandl, African Ancestor 2024, Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Showroom Zürich
| Art | Direktauftrag |
| Bauherrschaft | Rosemarie Schwarzwälder |
| Projektteam | rogerhuwyler architekten |
| Planung | 01/2024 - 03/2024 |
| Ausführung | 03/2024 - 05/2024 |